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AG Urban Regional Studies
Dorf, Stadt, Agglomeration, Region – die Siedlung ist seit
jeher eine Verkörperung von Kultur und ein kulturwissenschaftlicher Topos. Im
Rahmen der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften SGKW bringt
unsere Arbeitsgruppe Interessierte aus verschiedenen wissenschaftlichen und
gestalterischen Disziplinen zusammen.
In der Diskussion urbaner und anderer Siedlungsformen sollen Ansätze aus der
Ethnologie, Geschichte, Volkskunde, Literatur- und Sprachwissenschaft,
Philosophie, Geographie, Soziologie, Politologie und Ökonomie, aber auch aus
Bereichen wie Stadtplanung, Architektur, Medien und Kunst in fruchtbaren
Austausch gebracht werden. Philosophische Betrachtungen städtischer
Öffentlichkeit sollen ebenso Platz haben wie ethnographische Reportagen aus
der Grossstadt, Städtebauanalysen, gemeindesoziologische Studien oder
literarische Nachforschungen zur Liebe auf dem Dorfe…
Favorisiert werden innovative Ansätze und Fragestellungen. Auch die Kritik
klassischer Topoi soll ihren Platz haben. Siedlungstypen wurden in den
traditionellen Sozial- und Geisteswissenschaften allzu oft in Assoziationen
wie Gemeinschaft – Gesellschaft dichotomisiert.
Wurde das Dorf etwa als naturnaher Hort authentischer Volkskultur stilisiert,
galt die Grossstadt als höchste Verdichtung von Kultur ebenso wie als Ort der
Dekadenz, des kulturellen Untergangs. Eine moderne kulturwissenschaftliche
Position muss solche wertende Polaritäten verwerfen bzw. selbstkritisch
reflektieren.
Stattdessen werden Verbindungen zwischen städtischen und ländlichen Kulturen
ebenso betont wie Differenzen innerhalb eines Dorfs oder einer Stadt.
Dynamiken und Ökologien von Siedlungsentwicklung
wollen zeitlich, räumlich, baulich-architektonisch, sozial, ökonomisch,
ästhetisch-perzeptiv bzw. narrativ gefasst werden.
Arbeitsweise
Unsere Arbeitsgruppe versteht sich als transdisziplinärer Workshop. Wir
halten regelmässig Sitzungen mit Vorträgen und Diskussionen ab. Die
Vortragenden stammen aus akademischen und nicht-akademischen Kreisen und
vertreten unterschiedliche berufliche Sparten. Thematische Pluralität wird
mit formaler Offenheit kombiniert. Wir pflegen lebendige Diskursformen - von
der Theoriedebatte über Werkstattgespräche bis hin zur medialen Performance.
Wo möglich sucht die AG auch räumliche Präsenz vor Ort. So trafen wir uns
schon in einem italienischen Spezialitätengeschäft, in einem Architekturbüro
oder im Abdankungsgebäude eines Friedhofs. Damit integrieren wir den
thematisch betroffenen Raum direkt in die Auseinandersetzung. Neben einer
konzentrierten und sachlichen Arbeit ist uns persönlicher Austausch und
kulinarische Geselligkeit wichtig, weshalb wir die jeweilige Session meist
mit einem gemeinsamen Restaurantbesuch verbinden.
Ziele
- Fachübergreifender Dialog in Lehre und Forschung (Uni, ETH,
Fachhochschulen, angewandte Forschung)
- Informelle Weiterbildung für Lehrkräfte und PraktikerInnen
in den Bereichen Stadtentwicklung, urbane und regionale Siedlungs- und
Alltagskultur
- Erfahrungsaustausch bei der Initiierung und Durchführung von
Forschungsprojekten
Die AG Urban and Regional Studies unterhält engen Kontakt mit den anderen
Arbeitsgruppen der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften
(SGKW). Ein wichtiges Bestreben ist die Erarbeitung von gemeinsamen
Tagungsthemen, Forschungsprojekten und wissenschaftspolitischen Positionen.
Mitgliedschaft in der SGKW
Für eine längerfristige aktive Mitarbeit in der AG Urban and Regional Studies
ist Mitgliedschaft in der SGKW Voraussetzung. Gäste hingegen, die etwas
vortragen oder als Zuhörende teilnehmen wollen, sind jederzeit willkommen.
Die SGKW steht auch VertreterInnen aus den
benachbarten Fachgebieten offen.
Kontakt
Gisela Unterweger g.unterweger[at]swissonline.ch
Thea Weiss Sampietro thea.weiss[at]zhaw.ch
- Treffen der AG Urban &
Regional Studies SGK (PDF)

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